Putinhysterie

„Der Untergang des Abendlandes?  Grad war’s noch da – und dann verschwand es“ F.W. Bernstein Das Böse existiert und es heißt Putin. Diesen Eindruck vermittelt seit einiger Zeit ein nicht unerheblicher Teil der medialen Öffentlichkeit im sogenannten Westen (mit Westen werden hier, ein wenig vereinfachend, die liberal verfassten marktwirtschaftlichen Demokratien mit den USA und der […]

weiterlesen

Russlands Trump – Trumps Russland

Russland ist anders. Jedenfalls behaupten das viele Russen gern, vor allem die an der Macht. Aber auch im Westen wird das mitunter gern geglaubt und erzählt. Aktuell gibt es zumindest in einem Punkt dazu eine (fast schon) wissenschaftliche Bestätigung. Während sich Mehrheiten in fast allen anderen großen Ländern wegen eines möglichen US-Präsidenten Donald Trump sorgen […]

weiterlesen

4, nein 1, nein 2 Russland!

Noch vor weniger Jahren galt es als ausgemacht, dass die russische Gesellschaft sich zunehmend sozial und regional fragmentiert: in Modernisierungsgewinner und Modernisierungsverlierer; in (groß-)städtische Mittelschichten und abgehängte Landbevölkerung; in ein modern-postmodernes, profanes und ein vormodern-patriarchalisches, in Teilen tief religiöses Russland. Den öffentlich größten Widerhall dazu hatte wohl die von Natalja Subarewitsch im Herbst 2011 aufgestellte […]

weiterlesen

Liegt Russlands Glück nun in China?

Noch im vergangenen Oktober habe ich auf die Frage in der Überschrift mit einem klaren „Nein“ geantwortet: „In Wirklichkeit glaubt das natürlich kaum jemand [in Russland, JS]. Im Gegenteil sind viele davon überzeugt, dass China bei erster Gelegenheit […] die Schwäche Russlands ausnutzen wird“. Nun, nur ein gutes halbes Jahr später, scheint das anders geworden […]

weiterlesen

Nochmal: Russische Nationalstaatsbildung

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich in diesem Blog vorgeschlagen, den inzwischen zu einem Krieg eskalierten Konflikt zwischen Russland und der Ukraine eher als Teil des russischen Nationenwerdungsprozesses zu betrachten. Schon damals ist mir aufgefallen, dass sowohl diejenigen, die kurz und verfälschend „Russlandversteher“ genannt werden, als auch ihre Opponenten (die in der Diskussion interessanter […]

weiterlesen

Regime ohne Zukunft – wie Russland zum Sieger im Ersten Weltkrieg wurde

Der russischen Führung unter Präsident Putin kann man in den vergangenen Jahren geradezu eine Besessenheit für die Vergangenheit (man kann es auch Geschichte nennen) attestieren. Ständig fühlt sie sich von „Geschichtsfälschern“ bedrängt, will, dass „endlich“ die „Wahrheit“ über dieses oder jenes historische Ereignis gesagt oder geschrieben werde. Folglich gibt es, schon seit Medwedjew, eine staatliche […]

weiterlesen

Vom Imperium zur Nation und (nie) wieder zurück

In den vergangenen Wochen ist viel die Rede davon, welchen Beitrag die Ukraine-Krise für die Nation-Werdung dieses in jeder Hinsicht noch jungen und suchenden Staates leisten kann. Im Gegensatz dazu scheint es für Russland, als Nationalstaat ebenso jung, in die umgekehrte Richtung zu gehen. Weg vom (von vielen als „erzwungenen“ oder gar „aufgezwungenen“ empfundenen) Nationalstaat, […]

weiterlesen

NGO-„Agentengesetz“, der Fall Gurijew und die Folgen von politischen Kampagnen in Russland

Normalerweise sind Vorhersagen im politischen Geschäft eine undankbare Sache. Nichtsdestotrotz habe ich vor zehn Tagen im gewagt, das baldige Ende der gegenwärtige Kampagne gegen unabhängige NGOs (mithilfe des sogenannten „Agentengesetzes“) in Russland für wahrscheinlich zu erklären. Ich könnte schneller Recht behalten, als gedacht. Und das hängt nicht unwesentlich am Kampagnenartigen des Ganzen.

weiterlesen

Putin und Medwejew öffentlich uneinig über Libyenresolution – erste Risse im Tandem?

Regelmäßige Leserinnen und Leser dieses Blogs werden gemerkt haben, dass ich Spekulationen über (möglicherweise gar wachsende) Dissonanzen zwischen Präsident Medwedjew und Premier Putin skeptisch gegenüber stehe. Solange sich öffentliche oder kolportierte Äußerungen, Vermutungen von Insidern und ExpertInnen nicht in Politik materialisieren, so mein Mantra, bin ich nicht gewillt, daran zu glauben. Zu geübt sind der […]

weiterlesen

Jonathan Littell, die tschetschenische Hölle und deutsch-französische Unterschiede

Jonathan Littell, vor einigen Jahren durch den Roman „Die Wohlgesinnten“ auch in Deutschland bekannt gewordener amerikanisch-französischer Schriftsteller (hört sich beim Nachlesen komisch an, deshalb: in New York geboren, in Frankreich aufgewachsen und auf Französisch schreibend), hat ein kleines Büchlein über Tschetschenien geschrieben. Genauer gesagt, handelt die Reportage (oder der Essay, das ist nicht immer so […]

weiterlesen