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Die Krise wirkt – ein wenig Meinungsforschung

So langsam die wie Wirtschaftskrise nicht nur in den Köpfen, sondern auch in den Portemonnaies der Menschen in Russland ankommt, beginnt sie sich auch auf das Ansehen von Wladimir Putin und Dmitrij Medwedjew auszuwirken. Beide haben nach Umfragen des Levada-Zentrums seit September 2008, ihrem Popularitätshöhepunkt nach dem Georgienkrieg jeweils zehn Prozent an Zustimmung verloren, wenn auch von einem extrem hohen Niveau: Putins Rating sank von 88 auf 78 Prozent, Medwedjews von 83 auf 71. Wichtiger aberscheint noch, dass die Zufriedenheit mit der Regierungspolitik stark nachlässt, während die Zweifel wachsen: Im September waren noch 61 Prozent zufrieden, gegenüber 41 im Februar, während umgekehrt die Zahl der Zweifler von 24 auf 40 Prozent gestiegen ist. Gleichzeitig verdoppelte sich binnen Jahresfrist die Zahl der Menschen in Russland von 25 auf 45 Prozent, die überzeugt sind, dass Putin mächtiger ist als Medvedev. Die wirtschaftliche und soziale Zufriedenheit der Bevölkerung nimmt ab. Das ist ein Grund zur Beunruhigung für die politische Elite. Denn schon lange stehen wirtschaftliche und soziale Ängste ganz oben auf der Liste. Auf die Frage des Levada-Zentrums Ende Januar, welche Probleme sie am meisten beunruhigen, nannten über 70 Prozent der Befragten die Preissteigerung und knapp 60 Prozent den Anstieg der Arbeitslosigkeit an erster und zweiter Stelle. Nur zwei Prozent fürchteten dagegen die Einschränkung bürgerlicher und demokratischer Freiheiten – Platz 24 auf der Liste.

Zum Nachlesen auf russisch: die Website des Levada-Zentrums

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