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EU-Russland und das Gas – Pipelines, Abhängigkeit, Diversifikation

Es gibt ja Zyniker auf allen Seiten, die sagen, das einzig Wichtige und letztendlich Entscheidende in den EU-Russland-Beziehungen ist das Gas. Da habe Russland die Nase natürlicherweise vorn, weil dort das Gas liege, dass die EU brauche, um nicht zu frieren, nicht zu hungern und genug Energie für ihre Wirtschaft zu haben (was dann ja auch alles irgendwie miteinander zusammen hängt). So einfach ist es natürlich nicht, aber die besorgt bis hysterischen Reaktionen auf den Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland Anfang diesen Jahres und die Furcht vor dem nächsten Lieferstopp zeigen, dass die EU zumindest mittelfristig tatsächlich vom russischen Gas abhängig ist. Um auf diese Abhängigkeit politisch wirkuingsvoll reagieren zu können, müssen zwei Fragen beantwortet werden.

Die erste lautet, ob die Anhängigkeit einseitig oder gegenseitig ist. Denn davon hängt ab, ob Russland den Gashunger der EU politisch und wirtschaftlich ausnutzen kann. Die zweite Frage lautet: Wie kommt die EU aus dieser Abhängigkeit heraus? Ist das überhaupt möglich? Oder müssen wir uns damit abfinden? Beiden Fragen geht Roderick Kefferpütz, für Energiesicherheit im Brüsseler EU-Büro der Heinrich Böll Stiftung zuständig, in seinem sehr lesenswerten Artikel „EU-Russian natural gas relations – Pipeline politics, mutualdependency, and the question of diversification“ nach. der Artikel ist in einem von Kari Liuhto herausgegebenen Band des Pan European Institut der Turku School of Economics herausgegeben mit dem Titel The EU-Russia gas connection: Pipes, politics and problems erschienen.

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